Wallfahrtsmitbringsel aus Kevelaer
Historisches katholischen Andachtsbildchen (auch Wallfahrtsbildchen genannt) zum Gedenken an eine Wallfahrt nach Kevelaer für niederländischsprachige Pilger. Das Kärtchen ist eine Farblithografie mit geprägtem Rand, verlegt von Franz Schemm in Nürnberg und datiert auf das Jahr 1898. Die Rückseite ist mit Gebeten in niederländischer Sprache bedruckt. Die Wallfahrt in Kevelaer basiert auf einem Antwerpener Kupferstich der Luxemburger Madonna von 1640, der sich heute in der Gnadenkapelle in Kevelaer befindet. Die spätgotische Luxemburger Madonna, eine Mondsichelmadonna, steht heute meist ohne zusätzliche Kleider im Luxemburger Dom. Die Vorderseite der Kärtchens zeigt eine reich verzierte, farbige Illustration im typischen Stil des späten 19. Jahrhunderts. Im Zentrum steht die mit kostbaren Gewändern bekleidete und mit einer Adelskrone gekrönte Luxemburger Madonna („Trösterin der Betrübten“ / Consolatrix Afflictorum). In der linken Hand trägt sie einen Zepter, in der rechten Hand das ebenfalls gekrönte, segnende Jesuskind mit der Erdkugel. Über ihr schweben zwei Engel, die eine große Königskrone über ihr Haupt halten. Unterhalb der Madonna befindet sich ein Cherubim und ein Spruchband mit der lateinischen Aufschrift: CONSOLATRIX AFFLICTORUM ORA PRO NOBIS (Trösterin der Betrübten, bitte für uns), den Wahlspruch der Luxemburger Madonna. Die Stadtansicht links der Hl. Maria zeigt die Kathedrale von Luxemburg. Die Kapelle rechts von der Madonna ist die Kapelle Glacis (in Luxemburg), die 1626 errichtet und in der Französischen Revolution zerstört wurde. Weiter unten sind die wallfahrtsrelevanten Sakralbauten des niederrheinischen Wallfahrtsortes Kevelaer abgebildet. Von links nach rechts: die große neugotische Marienbasilika, mittig die barocke Gnadenkapelle und rechts die Kerzenkapelle. Die Karte ist mit goldfarbenen Ornamenten und blühenden, rosa Rosenzweigen eingerahmt.