Objekt

Geprägtes Etui mit Hornbrille

Dieses geprägte, in der Mitte ausziehbare Karton-Etui enthält eine in der Mitte zwischen den Gläsern durchgebrochene Hornbrille mit einem Gestell aus Kunststoff. Bei diesem handelt es sich wahrscheinlich um für solche Brillen ab den 1950er Jahren typisches Celluloseacetat, wobei es auch möglich ist, dass es sich um den beliebten Vorgängerstoff Zelluloid, auch Zellhorn genannt, handelt. Dieser war trotz seiner hohen Brandgefahr bis in die 1950er Jahre hinein der gängiste Bestandstoff von Brillengestellen und hat eine ähnliche Schildplattoptik, die auch an diesem Brillengestell zu sehen ist. Auf die Oberseite des aus Karton bestehenden Etuis ist ein Brillenlogo geprägt. Darin ist der Name des Optikergeschäfts vermerkt, dass die Hülle vermutlich in Kombination mit der Brille vertrieben hat. Der erste der hier aufgeführten Namen scheint "Hillen" zu lauten, der zweite lautet definitiv "Heinen". Darunter werden die Namen als in der Simeonstraße 32 ansässige Optikermeister entpuppt, nahe am Hauptmarkt gelegen.

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