Kommunionsurkunde Josef Mauer
Das Bild ist ein Andenken an die erste heilige Kommunion von Josef Mauer, der diese am 14. April 1901 in der Pfarrkirche zu Perl empfangen hat. Es handelt sich um eine kunstvolle, oft farbige Darstellung mit biblischen Szenen, wie z.B. Jesus mit Kindern, umgeben von liturgischen Symbolen. Die Urkunde ist nennt - handschriftlich ausgefüllt - den Namen des Kindes ("Mauer", "Jos.", "Schingen"), das Datum ("14. April 1901") sowie den Ort ("Perl"). "Schingen" ist das heute in Luxemburg gelegene Schengen. Der Kommunionsschein ist reich an religiösen Darstellungen (Ikonografie) und Bibelzitaten, die typisch für die Jahrhundertwende um 1900 sind. • Zentrales Rundbild: Jesus Christus steht im Zentrum am Altar und hält eine Hostie über einen Kelch. Flankiert wird er von zwei großen Engeln mit farbigen Flügeln. Vor ihm knien zwei Kinder im Festgewand (ein Mädchen in weißem Kleid und Schleier, ein Junge im Anzug), die die Erstkommunion empfangen. Über der Szene thront das Christusmonogramm IHS in einem Giebel. • Obere Ecken (Altes Testament als Vorbild): ◦ Links: Der Hohepriester Melchisedek opfert Brot und Wein (Genesis 14). ◦ Rechts: Das Sammeln des Manna in der Wüste durch das Volk Israel (Exodus 16). • Untere Ecken (Neues Testament): ◦ Links: Jesus steht an einer verschlossenen Holztür und klopft an (Symbol für das menschliche Herz). ◦ Rechts: Der römische Hauptmann von Kafarnaum kniet demütig vor Jesus nieder. • Kleine Medaillons & Ornamente: Seitlich befinden sich kreisförmige Monogramme (unter anderem CR für Christus Rex und S). Unten mittig sieht man ein Lamm Gottes (Agnus Dei) auf dem Buch mit sieben Siegeln sowie Symbole des Priestertums (Stola, Kelch, Hostie).