Schwarzer Federhut mit Samtüberzug
Dieser schwarze Hut, der vermutlich als Teil einer Abendgarderobe getragen wurde, zeichnet sich durch seinen markanten Federschmuck aus. Im Gegensatz zu Hauben aus früheren Jahrzehnten sind die Stiele der hier verwendeten schwarzen Straußenfedern nicht unter anderen Schmuckelementen versteckt, sondern liegen an der Seite des Hutes insofern frei, als dass die Kunststoffhülse vollständig zu sehen ist, in welche die Federkiele gesteckt sind. Diese Hülse, welche wahrscheinlich näher betrachtet aus Bakelit besteht, verfügt an ihren Seiten über Löcher, durch die Federäste durchgefädelt sind. Die Bakelithülse ist mit Garn mehrfach stabilisierend umwickelt und mit dem Baumwollsamt vernäht. Unter der über den gesamten Hut drapierten Lage Samt ist eine lose gewebte Lage aus weißem Leinengarn eingesetzt, die zum mittleren Rand des Hutes durch ein Strohgeflecht verdichtet und gestützt wird. Durch diese recht leicht gehaltene Verarbeitung besteht die Möglichkeit, dass der Hut als Bestandteil eines (Bühnen-)Kostüms gefertigt wurde.