Leinenhaube mit gestickten Initialen
Diese Leinenhaube mit gestickten Initialen erinnert von der Form her an Kopfbedeckungen von mittelalterlichen Bauern oder Menschen, die einen Helm darüber trugen. Da diese Haube wohl einst zum Inventar eines Klosters gehörte, ist anzunehmen, dass sie von Nonnen unter ihrem Schleier oder als Nachthaube o.ä. getragen wurde. Die Haube besteht aus Weißleinen, das aus zwei Teilen in der Mitte zusammengenäht wurde. Die äußeren Säume um die Gesichtsregion und oberhalb der Schultern werden von Durchbrucharbeiten geziert. An der Oberseite der Haube befindet sich eine geraffte senkrecht verlaufende Maschinennaht, die an der Rückseite von einem horizontal verlaufenden Bandzug unterbrochen wird. Zwei mit rosa Garn in Freihandstickerei gefertigte Initialen, die Buchstaben "L" und "M" sind über der Zahl 6 in einer Ecke der Haube eingestickt. An beiden Ecken an der Vorderseite ist der Saum leicht beschädigt und ausgefranst.