Schwarze Querflöfe
Dies ist eine dreiteilige schwarze Querflöte, genannt, mit sechs vergoldeten Klappen und weiteren goldenen Akzenten. Davon erfüllt der erste Ring unterhalb des Anblaslochs lediglich dekorative Zwecke. Mit ihren wenigen Klappen unterscheidet sie sich von der modernen Böhm-Flöte, die über eine deutlich höhere Klappenanzahl verfügt. Wie die Böhm-Flöte besteht auch diese bereits aus einem Kopfstück, Mittelstück und Fußstück. Der Innenraum des Kopfstücks verläuft konisch, verjüngt sich also zum Fuß hin. Modelle aus vorherigen Jahrhunderten verjüngen sich dagegen vom Mundstück bis zum Fuß. Die auf das Kopfstück begrenzte konische Bohrung ist seit der Wiener Klassik üblich. Dadurch wird der Klang der Flöte beeinflusst. Die Stimmtonhöhe lässt sich auf Grund des schlechten Zustands der Flöte nicht genau bestimmen, liegt aber wahrscheinlich zwischen a'=440 bis 445 Hz. Die Flöte steht auf f', der tiefste spielbare Ton ist also f'. Da die meisten Flöten auf d' stehen, stellt dieses Exemplar durchaus eine Ausnahme dar.