Damast-Servietten mit Blütenmotiv aus dem Haushalt von Heinrich Lersch
Die Damast-Servietten sind aus weißem Stoff gefertigt und sorgfältig gefaltet. Sie zeigen ein dezentes, eingewebtes florales Muster, das typisch für Damastgewebe ist. Eine Technik, bei der das Muster durch unterschiedliche Webarten entsteht und je nach Lichteinfall sichtbar wird. Auf der obersten Serviette sind die Buchstaben „EK“ kunstvoll eingestickt, eine persönliche Initialenstickerei oder eine familiäre Monogrammierung. Solche Servietten wurden traditionell bei festlichen Anlässen verwendet, etwa bei Sonntagsessen, Hochzeiten oder kirchlichen Feiertagen, und spiegeln sowohl handwerkliche Qualität als auch sozialen Status wider. Die Kombination aus Damastmuster und Stickerei bedeutet eine gehobene Tischkultur, wie sie im 19. oder frühen 20. Jahrhundert gepflegt wurde. Die Damast-Servietten gehörten zur Aussteuer von Erika Köchlin, der Ehefrau von Heinrich Lersch. Nach dem Umzug der Familie Lersch von Mönchengladbach nach Bodendorf/Ahr freundete sich die Tochter, Leni Lersch, mit Erika Koll an, die Frau Lersch von Zeit zu Zeit im Haushalt zur Hand ging. In den 1950er Jahren erhielt Erika Koll, aufgrund derselben Initialen, neben den drei Damast-Servietten auch die drei Kaffeelöffel als Geschenk von Erika Lersch.