Objekt

Porzellanfigur Schäfer mit Schafen

Porzellanfigur mit der Darstellung eines Schäfers mit Schafbock und drei Schafen auf einem Sockel. Der "Schäfer " trägt einen Fez, ein offenes kragenloses Hemd, eine Weste, eine Kniebundhose und elegante Schuhe. Um seinen linken Arm hängt lässig ein Mantel. In der rechten Hand hält er den versilberten Hirtenstab. Er ist auf Grund seiner Kleidung kein echter Schäfer , sondern ein junger Adeliger oder begüterter Bürger, der mit seinen Schafen "Schäfer " spielt. Die Figurengruppe ist weiß glasiert. Einige Teile wie Kappe, Gürtel, Hörner, Schuhe, etc. sind versilbert. Einordnung: Es gibt leider keinen Hinweis auf Entwerfer und Hersteller. Das Thema der Figurengruppe ist typisch für das Rokoko. Die Darstellung weicht von den typischen Rokokofiguren ab wirkt eher wie eine Chinoiserie. Möglicherweise stammt der Entwurf aus der zweiten Phase der Chinoiserie. Von etwa 1720 bis 1760, also in der Epoche des Spätbarock und Rokoko, entstand die frei fantasierende Chinoiserie, die mit der chinesischen Realität nur wenig oder nichts zu tun hat, sondern stattdessen humorvoll, bizarr und dezent karikierend ist (vgl. Wikipedia). Die Ausformung und Bemalung könnte auch auf das Neorokoko oder deutlich später datierbar sein. Möglicherweise stammt auch der Entwurf aus dem 20. Jahrhundert und orientiert sich nur an früheren Vorbildern.

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