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Christus auf dem Ölberg

Der Stich zeigt die biblische Szene von Christus auf dem Ölberg. Bottschild platziert die drei schlafenden Jünger am vorderen unteren Bildrand im Schatten des hinter ihnen aufragenden Berges. Dieser ist als ansteigende Diagonale von links nach rechts komponiert. Über ihnen kniet Christus, geblendet von dem aus dem dunkleren Himmel hervorbrechenden Licht; ein Engel trägt ihm Kreuz und Kelch als Zeichen der Passion an; ein weiterer Engel stützt den Gottessohn. Den Stich fertigte der Dresdner Maler Samuel Bottschild (1641-1707) eigenhändig nach einem seiner Gemälde an. Bekannt war Bottschild vor allem wegen seiner Wand- und Deckenmalerei. Nach seiner Ausbildung und einer Italienreise trat Bottschild in den Dienst des sächsischen Hofes. Er wurde 1677 Oberhofmaler und 1699 Inspektor der Gemäldesammlung der Kunstkammer in Dresden. Veröffentlicht wurde der Stich 1693 in dem Werk "OPERA VARIA HISTORICA, POETICA & ICONOLOGICA", herausgegeben von Christoph Weigel. Bei den verschiedenen Sujets des Buches mit 48 Platten, die sowohl von christlicher als auch mythologischer Art sind, handelt es sich größtenteils um Entwürfe für Deckenmalereien.

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