Schlafzimmerbild Der Gute Hirte
Das Bild zeigt Jesus in einer hügeligen mediterranen Landschaft in einer Morgen- oder Abendstimmung. Links hinter ihm ist ein nahezu kahler Baum, rechts von ihm ist eine Schafherde. Auf seinem Schoß ist ein Lamm. Seinen Kopf umgibt ein bläulich leuchtender Heiligenschein. Das Bild ist eine Kopie des als Druck weitverbreiteten Bildes von Josef August Untersberger (Giovanni). Hintergrund: Das Motiv des guten Hirten verbindet antike Bildmotive mit biblisch-christlichen Gedanken. Das Motiv des Mannes, der auf den Schultern ein Tier trägt, ist durch mehrere antike Bildwerke überliefert. Bereits in der frühchristlichen Kunst wird Christus immer wieder als guter Hirte dargestellt, bezugnehmend auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf nach Lukas (Lukas 15,4–7 EU) Matthäus (Matthäus 18,12–13 EU) und dem Thomasevangelium (Logion 107) sowie dem Gleichnis vom guten Hirten nach Johannes 10,1-16. Die Wahl des guten Hirten als Wandschmuck drückt ein besonderes Schutzbedürfni in Krisenzeiten und Bewährungssituationen aus, in denen religiöser Halt gesucht wird. Nicht von ungefähr wird dieses Bild in den 1920er Jahren – nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, zur Zeit der Wirtschaftskrise und in einer politischen Umbruchsituation – besonders häufig verkauft.