Konvolut Seifenkästchen von Mouson mit Damenhandschuhen
Dieses Aufbewahrungskästchen für Handschuhe ist an der eingeprägten Abbildung eines Handschuhpaares mit Reitgerte auf seiner Oberseite als solches erkennbar. Es ist aus Bakelit gepresst (Bakelit ist eine übergeordnete Markenbezeichnung für diverse frühe Kunststoffe). Im Inneren befinden sich vier Paar Handschuhe für unterschiedliche Anlässe, welche dementssprechend aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind. Davon entsprechen zwei der Handschuhpaare einem vermutlich nachgegilbten Creme-Farbton, die anderen zwei Paar einem gut erhaltenen Schwarz. Bei den hellen Handschuhen handelt es sich um ein Paar Lederhandschuhe zum Reiten oder dem Tragen bei niedrigen Tempereaturen und ein Paar Netzhandschuhe aus Seidengarn für den Sommer bzw. feinere Anlässe. Ein Pendant zu den hellen Netzhandschuhen liegt mit einem Paar der dunklen Handschuhen vor. Das zweite Paar dunkler Handschuhe besteht aus einem gewebten transparenten Seidenstoff mit aufgenähtem feinem Spitzenbesatz. Das Kästchen wurde seiner Prägung auf der Unterseite zufolge von dem Frankfurter Seifen- und Parfümhersteller Mouson produziert, nach 1894 auch bekannt als J. G. Mouson & Co. Diese von 1798 bis 1926 als Familienunternehmen geführte Firma ist für allem für ihre Creme Mouson bekannt. Noch heute werden Hautpfege-Cremes von Marken wie Garnier oder L´Oreal unter diesem Namen vertrieben. Aufgrund der Spezialisierung von Mouson auf die Herstellung von Feinseifen kann angenommen werden, dass das Kästchen ursprünglich mit darin verpackten Seifenstücken erworben wurde und durch die Prägung bereits zur weiteren Nutzung als Handschuhbox vorgesehen war.