Objekt

Trafoturm

Der Trafoturm aus Zellertal, erbaut um 1923, zeugt von der beginnenden Elektrifizierung. Trafoturm-Stationen verbanden die Überlandleitungen mit den Ortsnetzen und wandelten den gelieferten Starkstrom in eine geringere, für die Verbraucher nutzbare Spannung um. In Kooperation mit den hiesigen Netzbetreibern wurden die Schalttafel und der Transformator eingerichtet und die historischen Isolatoren mit Stromleitungen in die Baugruppe verbunden. Beton war in den 1920er Jahren ein neues, modernes Baumaterial und wurde daher gerne für die „Hightech“- Produkte der Zeit genutzt. So ist auch der Trafoturm komplett aus Beton gegossen. Trotzdem zeigt er ähnlich aufwändige Verzierungen wie andere zeitgenössische Bauten. Im oberen Drittel ist sogar eine Fachwerkstruktur mit Tragbalken angedeutet. Der Umzug des Turms ins Museum dauerte nur einen einzigen Tag. Dazu wurde er in Zellertal von seiner Bodenplatte getrennt und in ein speziell angefertigtes Stahlkorsett gespannt. Zwei Kräne luden ihn auf einen Schwertransporter und brachten ihn zu seinem neuen Standort im Freilichtmuseum.

Früherer Standort: Bannmühle 67308 Zellertal Donnersbergkreis

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