Objekt

Gutenbergfenster Café Bachmann Mainz

Das "Gutenbergfenster" des Café Bachmann in der Betzelstraße sollte an das Grab von Johannes Gutenberg erinnern, das in der Nähe dieses Gastronomiebetriebes vermutet wird. 1952 entstand dieses Fenster nach den Entwürfen des Mainzer Kunsthistorikers und Zeichners Prof. Heinz Leitermann (*1908, +1979). Es bestand aus sechs Einzelmotiven, die - wie für Leitermann typisch - verlorene Altertümer seiner Heimatstadt zeigen. Das sechste Bild, welches verloren ging, weicht von den anderen fünf ab, indem es statt Gebäuden oder Teil-Straßenansichten das Familienwappen von Johannes Gutenberg darstellt. Die einzelnen Bilder wurden durch U- bzw. H-förmige Bleiruten miteinander verbunden. Leitermann bedient sich der Hinterglasmalerei. Eine Kunsttechnik, bei der Motive spiegelverkehrt auf die Rückseite einer Glasscheibe gemalt werden. Betrachtet wird das Bild von der Vorderseite durch das Glas, was durch die Brechung eine besondere Leuchtkraft und Tiefe erzeugt. Neben dem Familienwappen Gutenbergs werden das "Fischtor", das "Eckhaus Löhrstraße - Bauerngasse", die "Quintinsgasse", der "Erker im Knebelchen Hof" und ein Ausschnitt aus dem „Merian-Prospect" von 1633 mit Dom und Liebfrauenkirche dargestellt.

Entdecken Sie weitere Objekte