Objekt

Amor schnitzt seinen Bogen

Der auf einem Tisch oder Podest in Rückansicht dargestellte, geflügelte Amor ist dabei, seinen vor ihm aufgestellten Bogen zu schnitzen, wendet jedoch dem Betrachter sein Gesicht zu und blickt ihn verschmitzt an. Der Bogen und der rechte Fuß des kleinen Liebesgottes ruhen auf zwei Büchern. Zu seinen Füßen rangeln zwei Putti im Wettstreit miteinander. Der französische Zeichner und Kupferstecher Jacques Bouilliard (1744 – 1806) verarbeitet hier eine Vorlage des Francesco Mazzola gen. Parmigianino. Dies Gemälde fertigte der manieristische italienische Künstler zwischen 1534-1539 an. "Die Inspiration zu diesem Gemälde geht möglicherweise auf eine Skulptur zurück, die Parmigianino 1530 in der Sammlung Grimani in Venedig gesehen haben könnte. Tatsächlich steht Eros/Amor/Cupido wie eine gemalte Skulptur vor uns. Das Thema geht wohl auf spätantike Vorstellungen zurück, in denen Eros, Himeros (Verlangen) und Pothos (Sehnsucht) eine erotische Triade bilden. In der Renaissance wird es als himmlische und irdische Liebe neu definiert. Parmigianino kommentiert die Schwierigkeit der Entscheidung zwischen diesen beiden Formen der Liebe." (Kunsthistorisches Museum Wien).

Entdecken Sie weitere Objekte