Der Großherzoglich Hessische Justiz-Palast
Es ist Tafel VIII der Sammlung von insgesamt 35 Tafeln „Historische und architektonische Merkwürdigkeiten von Mainz in seiner Vorzeit und Gegenwart“ des Lithografen Dionis Wasserburg von 1842. Früher Dalbergerhof genannt, wurde von vier Brüdern Dalberg in den Jahren 1715-1718 durch den Steinmetzmeister Caspar Herwartel erbaut. Beim Bau wurden wilde Schweinsköpfe als Schlusssteine in die beiden Seitentore eingemauert. Im Jahr 1793 wurde das Gebäude durch das Bombardement der Deutschen Mächte in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1793 ein Raub der Flammen. Im Jahr 1809 kaufte es die Stadt und trat es im Jahr 1827 tauschweise gegen das ehemalige Kurfürstliche Schloss an den Staat ab. Die Regierung bestimmte hierauf das Gebäude zum Justizpalast und lies es nach den Plänen des Grossh: Hess: Baudirektor Arnold in seinen gegenwärtigen Zustand herstellen.