Objekt

Spritzen- und Backhaus Limbach

Als Ort des gemeinschaftlichen Backens und für das Dörren von Obst und Flachs war das Limbacher Back- und Spritzenhaus ein wichtiger Treffpunkt des Dorfes. Die Arbeit im Backes gab willkommene Gelegenheit, um über allerlei Vorkommnisse im Dorf zu reden. Das kleine, fast quadratische Haus lag aus Gründen des Brandschutzes außerhalb der Dorfbebauung. Die massiven Mauern des Erdgeschosses tragen Giebelwände aus funktionalem, schmucklosem Fachwerk. Über den beiden Backöfen diente ein speziell eingezogenes Gewölbe als Rauchfang. Errichtet wurden sie von Spezialisten aus Gershasen bei Westerburg, damals eines der Zentren des Ofenbaus. Im linken Gebäudeteil – dem Spritzenhaus – waren dagegen die zur Brandbekämpfung in der Gemeinde notwendigen Fahrzeuge und Gerätschaften untergebracht. Aus einer Schulchronik wissen wir von der Errichtung des Gebäudes um 1820 eigens für diesen Zweck.

Früherer Standort: 57629 Limbach Verbandsgemeinde Hachenburg Westerwaldkreis

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