Schmiede Alterkülz
Die Schmiede aus Alterkülz mit ihrem einfachen, unregelmäßigen Fachwerk aus günstigem Nadelholz ist typisch für Wirtschaftsgebäude des Hunsrücks. Schmuckloser Naturschiefer bedeckt das Dach. Außergewöhnlich ist jedoch die Firstsäulenkonstruktion, bei der ein einzelner durchgängiger Ständer den Dachfirst trägt – eine bereits zur Bauzeit der Schmiede veraltete Konstruktionsweise. Den Mittelpunkt der Schmiede bildet die gemauerte, offene Feuerstelle mit eingelassenem Wasserschiff. Durch ein offenes Fach in der Zwischenwand ließen sich auch sehr lange Werkstücke bearbeiten. Zur Zeit der Übernahme ins Freilichtmuseum war die Schmiede aber nicht mehr in Betrieb. Die gezeigte Ausstattung musste aus anderen Schmieden ergänzt werden. Im „Notstand“ vor der Schmiede konnten zu beschlagende Zugtiere fixiert werden. Ein im Pflaster eingelassener Mühlstein diente zum Aufziehen von Eisenreifen auf hölzerne Wagenräder.
Früherer Standort: Brühlweg 56288 Alterkülz Verbandsgemeinde Kastellaun Rhein-Hunsrück-Kreis