Scheune Pferdsfeld
Der funktionale Wirtschaftsbau besitzt ein aus Schiefer gemauertes Erdgeschoss und einfache fächerartige Fachwerkgiebel. Im nicht weiter unterteilten, großen Innenraum findet sich eine Besonderheit, die Birnenpresse: Der im Scheunenboden eingelassene Sandstein mit breitem ausgehöhltem Rand nahm die Birnen auf. Ein im Kreis laufendes Zugtier bewegte den großen Läuferstein, der die Früchte zerrieb. Der Birnensaft wurde anschließend im Gewölbekeller der Scheune zu Most vergoren und eingelagert. Der Ort Pferdsfeld existiert heute nicht mehr. Ab 1961 war der dortige Fliegerhorst zu einem NATO-Flugplatz ausgebaut worden, auf dem ab 1975 auch überschallfähige Kampfflugzeuge stationiert waren. Dadurch steigerte sich die Lärm- und Abgasbelastung der umliegenden Gemeinden ins Unerträgliche. Schließlich wurde die Umsiedlung beschlossen, die 1979/80 begann. Zwei Jahre später wurde Pferdsfeld eingeebnet.
Früherer Standort: Im Plon 55566 Pferdsfeld Kreis Bad Kreuznach