Objekt

Scheune Heiligenroth

Wieso trägt eine Scheune aus dem Westerwald ein Reetdach? Was hier im Museum wie Reet aussieht, ist langhalmiges Roggenstroh. Noch bis in die 1950er Jahre gab es nachweislich strohgedeckte Fachwerkhäuser in einigen Dörfern im Westerwald. Das Fachwerk der Scheune besteht aus sehr kräftigen Eichenbalken, die dicht an dicht auf einem Sockel aus Bruchsteinen ruhen. Es sind keine statische Gründe, die solch eine massive Bauweise erfordern. Stattdessen sollte das streng symmetrische, mächtige Fachwerk repräsentativ wirken. Das Holz verrät noch mehr: die Altersbestimmung ergab das Jahr 1677 als Baudatum. Die Scheune ist dreigeteilt. Links vom Eingang befindet sich ein Rinderstall mit separater Tür. In der Mitte hinter dem großen Scheunentor liegt die Tenne, auf der das Getreide gedroschen wurde. Auf der rechten Seite lagerten Heu und ungedroschenes Getreide. Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege, Berufsbildungszentrum Herrstein der Handwerkskammer Koblenz

Früherer Standort: Limburger Straße 1 56412 Heiligenroth Verbandsgemeinde Montabaur Westerwaldkreis

Entdecken Sie weitere Objekte