Kelterhaus Bruttig
Das Kelterhaus Bruttig erlebte über die Zeit zahlreiche Veränderungen. Erbaut wurde es Ende des 14. Jahrhunderts vermutlich als Wohngebäude. Es besteht komplett aus Stein, nur das Obergeschoss der Frontseite wird durch Fachwerk betont. Auffällig sind die wuchtigen Giebelmauern des Hauses. Sie dienten als Brand- und Wetterschutz. Darin eingepasst ist ein Kamin, der von der Rückseite des Hauses gut zu erkennen ist. Im 16. Jahrhundert fanden einige Umbauten statt, die eine Umnutzung des Hauses als Wirtschaftsgebäude nahelegen. Die Türöffnung im Obergeschoss, repräsentativ verziert mit einem Eselsrücken, ließ eine bessere Nutzung des Speichers zu. Bei einer Deckenhöhe von 2,85 m war es möglich, im Haus eine Baumkelter zu installieren. Ursprünglich war das freistehende Haus Teil einer Hofanlage. Diese Situation wird heute durch die Verbindung mit dem Nachbargebäude aus Zell-Merl dargestellt.
Früherer Standort: Poststraße 97 56814 Bruttig Kreis Cochem-Zell