Butzbacher Sägegatter
Über 50 Jahre, von 1928 bis 1983, verrichtete die Gattersäge in Butzbach im Taunus ihren Dienst. Auf ihr wurden gefällte Bäume zu Balken und Brettern zersägt. Ein Schlitten schob die Baumstämme auf das horizontale Sägeblatt zu, das durch eine große Schwungscheibe in Gang gesetzt wurde. Die nötige Kraft lieferte bereits damals ein Elektromotor – andere Sägewerke wurden durch Wasserkraft oder Dampfmaschinen angetrieben. Bei der Übernahme ins Museum war die Säge in einem schlechten Zustand und wurde nach den Originalplänen der Leipziger Firma Kirchner wiederaufgebaut. Der über der Maschine errichtete Schutzbau orientiert sich an Sägewerken aus den 1930er Jahren. Das Sägegatter steht beispielhaft für die früher in den Waldregionen des heutigen Rheinland-Pfalz zahlreichen, sehr typischen Gattersägen, Schneidemühlen und kleineren Sägewerke. 1834 zählte man allein im Bezirk Trier 121 solcher Einrichtungen.
Früherer Standort: Ehemaliges Firmengelände Tröster Landmaschinenbau, Butzbach im Taunus Wetterauskreis
Baujahr des Sägegatters: 1920 / 28 in Leipzig Maschinenfabrik Kirchner